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Was ist Therapeutisches Taping?
Was ist Therapeutisches Taping?
Unter dem Begriff "Therapeutisches Taping" wurden Erkenntnisse aus den unterschiedlichsten Taping-Methoden der letzten 35 Jahre kombiniert und mit großem Erfolg in der täglichen Praxis angewandt.
Da dieses Therapiekonzept relativ neu ist, ist der Gesamtumfang der Einsatzmöglichkeiten noch nicht absehbar, durch ständige Weiterentwicklung dieser Therapieform werden sowohl die praktischen Erfahrungen, als auch die Anwendungsbeispiele immer umfangreicher.
Das Therapeutische Taping ist keine medizinischen Wunderwaffe oder Allheilmittel, aber sie ist extrem erfolgreich anwendbar und speziell in der Schmerzbehandlung immer wert eingesetzt zu werden, da die Patienten keinerlei Belastungen durch Medikamente oder Injektionen ausgesetzt werden müssen.
Mit dieser Behandlungsmethode können fast alle Störungen am Halte- und Stützapparat, sowie auch internistische oder neurologische Erkrankungen therapiert werden.
Ziel dieser Behandlungsmethoden ist den Schmerz zu reduzieren und das Bewegungsausmaß so optimal wie möglich zu erhalten.
Als wichtiger Leitsatz dieser Therapie gilt:
"Ziel der Therapie ist die optimale Beweglichkeit des Patienten"
Kurzer geschichtlicher Abriss
Erstmals wurde 1970 durch den japanischen Arzt Dr. Kenzo Kase das Kinesio-Taping veröffentlicht.
Bei dieser Therapieform wird ein speziell entwickeltes elastisches Tape mit einer bestimmten Technik auf die Muskulatur aufgebracht um dadurch wieder eine bessere Beweglichkeit zu erreichen.
Dr. Kenzo Kase war Chiropraktiker und "stolperte" über den Umstand, dass chiropraktische Behandlungen immer wieder durchgeführt werden mussten. Sein Gedankenansatz war ebenso einfach wie einleuchtend:
Die Ursache für die wiederkehrenden Blockierungen im Bereich der Gelenke ist nicht im Skelettbereich zu suchen, sondern sie liegt an der angespannten und überlasteten Muskulatur!
Dieser Gedankenansatz führte zur Entwicklung des Kinesio-Taping.
Dr. Kase hat in mehreren Ländern wie z.B. in Mexico oder den USA mehrere Kliniken aufgebaut und dort seine neue Methode praktiziert.
Als die japanische Volleyball-Mannschaft bei Olympischen Spielen "getapet" antrat, wurde diese Therapie auch international bekannt. In der Sportmedizin wurde diese Taping-Methode schnell integriert und mit großem Erfolg eingesetzt. Inzwischen fällt auf, dass bei sportlichen Großveranstaltungen die Athleten häufig mit farbigen Tapes ihre Wettkämpfe absolvieren.
Dr. Dieter Sielmann aus Bad Oldesloe lernte im Juli 2001 die Wirkung des Kinesio-Taping bei massiven Rückenschmerzen am eigenen Leib kennen und konnte eine sofortige Besserung seiner Beschwerden bis auf ca. 10% Restschmerz mit großer Verwunderung feststellen.
Wenige Tage nach dem Aufbringen der Tapes war er total schmerzfrei!
Dieser Umstand veranlasste Dr. Sielmann dazu, diese neue Methode zu erlernen und konnte dank seiner großen Allgemeinpraxis diese "Kunst" täglich anwenden. Voller Begeisterung tapete er "alles was ihm so über den Weg lief" und konnte feststellen, das man schon kurz nach dem Aufbringen des Tapes erkennen konnte, ob es sich um ein muskuläres Problem handelte oder nicht.
Durch die Einbeziehung von Energetik, Statik und Akupunktur entwickelte Dr. Sielmann sehr bald das "Energetische physiotherapeutische Kinesio-Taping (EPKT)".
Durch die ständige Weiterentwicklung und die neuen gesammelten Erkenntnisse unterschied sich seine Methode deutlich vom Kinesio-Taping, da Dr. Kase vorrangig einzelne Muskeln versorgte, Dr. Sielmann jedoch ganze Muskelgruppen in seine Methode einbezog und dadurch zu besseren Erfolgen kam.
Dr. Sielmann gab 2004 seiner Methode den Namen "Medi-Taping-Therapie" und ist seitdem bemüht diese Therapieform der Öffentlichkeit und den Therapeuten nahe zu bringen.
Die Kombination aus Kinesio-Taping, Medi-Taping und dem koreanischen Cross-Taping wurde 2005 durch den Heilpraktiker Adrian Lenz unter der Bezeichnung "Therapeutisches Taping" vorgestellt und seit dieser Zeit in zahlreichen Seminaren weiter vermittelt. Inzwischen wird diese Behandlungsmethode von Ärzten, Heilpraktikern, Krankengymnasten, Physiotherapeuten, Masseuren und Hebammen erfolgreich in der Praxis angewandt.

